Unternehmer sind keine Unternehmer – Sie sind Problemlöser

Unternehmer sind keine Unternehmer – Sie sind Problemlöser Paul Misar

Beruf oder Berufung – das ist die große Frage, die wir uns heute stellen werden. Hast Du einen Beruf oder hast Du schon Deine Berufung gefunden?

 

Berufung, ja, das hat zu tun mit einer großen Vision, die man hat. Und diese wird dann irgendwann zur Mission. Und leichter wird es auf alle Fälle, wenn Du erfolgreich sein willst, mehr Geld verdienen willst, wenn Du mehr Spaß an Deiner Tätigkeit haben willst, wenn Du eine Mission hast.

 

Jetzt gehen wie noch einmal zwei Schritte zurück, was gibt es überhaupt für Möglichkeiten, wie Du Dein Geld verdienen kannst? Ich meine jetzt nicht Bankraub, ich meine auf ganz legale Art und Weise. Also mir fallen da in der Regel Mal drei Dinge ein: Die Möglichkeit Nummer eins ist die, Du bespaßt und belustigst Leute. Also das heißt, wenn Du kürzlich erst Deinen letzten Hollywoodstreifen abgeschlossen hast, dann würdest Du in diese Kategorie fallen. Und auch wenn Du beim Tatort mitwirkst, würdest Du in diese Kategorie fallen. Oder, wenn Du beim nächsten Popkonzert, das Stadion füllst, dann würdest Du auch in diese Kategorie fallen, ebenso wie Mario Barth und viele andere.

 

Wenn das nicht der Fall ist, und Du nicht jeden Sonntag Deine Runden drehst und zufällig Heidfeld heißt, dann wird es schwierig, in dieser Kategorie Geld zu verdienen. Dann schauen wir uns Kategorie Nummer zwei an. Da geht es darum, das Leben von Menschen schöner zu machen. Schöner, wie beispielsweise ein Architekt, der Dir hilft, Dein Haus zu planen, der Dir hilft Deine Inneneinrichtung zu optimieren. Also, Du hilfst Menschen eigentlich mehr Lebensqualität zu bekommen, mehr Spaß, mehr Freude auch im positiven Sinn. Also auch da wieder hilfst Du letztendlich wieder anderen, ihr Leben besser zu machen.

 

Und dann haben wir die dritte Kategorie, da bist Du ein richtiger Problemlöser. Also das heißt, jemand hat ein brennendes Problem, „Kittelbrennfaktor“ und Du löst dieses Problem. Ja und über Kategorie vier sprechen wir jetzt nicht, denn das wäre so eine Mischung aus allen anderen. Aber Spaß beiseite, die Kategorien gehen natürlich teilweise ineinander über und es kann auch Überschneidungen geben. Aber darum geht es letztlich, also wenn Du möglichst vielen Menschen hilfst, vielleicht nur ein kleines Problem zu lösen. Das heißt, die einzelne Problemlösung muss gar nicht so viel kosten, aber wenn Du sehr vielen Menschen hilfst, wird das möglicherweise ein Millionengeschäft werden.

 

Aber umgekehrt auch, wenn Du zum Beispiel relativ wenig Menschen, einer kleinen Zielgruppe, hilfst, ein großes Problem zu lösen, kannst Du auch sehr sehr viel damit verdienen und sehr erfolgreich sein. Ich denke da zum Beispiel ans Immobiliengeschäft oder auch an meine Sanierungszeit früher. Klar, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, weil die Firma so gut wie pleite ist, dann ist der Betroffene bereit entsprechend viel Geld zu bezahlen. Im schlimmsten Fall gibt er auch einige Anteile seiner Firma ab, wenn er jemanden hat, der sein Problem löst. Das sind so die wichtigsten Kategorien und jetzt solltest Du Dir Zeit nehmen nachzudenken, in welchem Bereich Du ein Problemlöser werden willst.

 

Und denk vielleicht einmal darüber nach, dass es viele Berufe, die es heute gibt, vor einigen Jahren noch gar nicht gegeben hat. Es hat aber auch viele Probleme gar nicht gegeben. Vor 150 Jahren kannte man den Begriff „Burn-out“ noch nicht, sondern man kannte möglicherweise irgendwelche anderen Begriffe. Aber man kannte daher auch den Begriff „Burn-out-Prävention“ und „Burn-out-Präventions-Spezialist“ nicht. Es gab damals vor 200 Jahren auch keine Flugpiloten, vor 100 Jahren keine Computertechniker und vor 20 Jahren keine Whatsapp-Entwickler. Also viele Dinge, die wir heute an neuen Berufen haben, sind sukzessive erst entstanden. Und die Nächsten werden erst die nächsten Jahre und Monate entstehen.

 

Also nimm Dir doch Mal die Zeit, und schau auf Deine Branche, wenn Du in dieser weiterhin tätig sein willst. Schau was hat sich hier in den letzten Jahren verändert, was gibt es an neuen Dingen, wo sind neue Probleme entstanden. Und das beste was Dir passieren kann, ist, dass Du ein neues Problem findest. Ein Problem, dass noch keiner gelöst hat und glaube es mir, solange es auf dieser Welt Probleme gibt, werden wir eine super florierende Wirtschaft haben.

 

Schlimm wäre es, wenn uns irgendwann die Probleme ausgingen. Aber da mache ich mir jetzt nicht allzu große Sorgen. Also such Dir ein Problem da draußen, löse es und Du hast eine neue Firma. Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg und das Du Dir heute schon einen ruhigen Ort suchst. Und dort denkst Du ein Bisschen darüber nach, welche Problemlösungen Du organisieren und zu welchen Du beitragen könntest.

 

Also in diesem Sinne tschüss, tschau und Servus bis bald.